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WIE funktioniert eine Baugemeinschaft? |
• Die privat organisierte Baugemeinschaft
In privater Initiative einzelner Bauinteressenten werden - häufig im Bekanntenkreis, sonst über Annoncen - Mitbauende gesucht, die an einem gemeinsamen Projekt Interesse haben. Die Vorstellung über das Projekt werden abgeglichen/erarbeitet, ein passendes Grundstück wird gesucht, außerdem ein Architekt und Fachplaner, die Entwürfe erstellen und erste Kosten ermittelt werden können. Die Baugruppe trifft sich in regelmäßigen Abständen zur Planung und Durchführung des Projektes. Innerhalb der Gruppe sollten sich Menschen finden, die unterschiedliche Aufgaben/Funktionen während der Bauzeit übernehmen (können) - hierzu zählen vor allem die Vorbereitung und Moderation der Baugruppensitzungen, die Geschäftsführung, Vorauswahl von Materialien, Verhandlungen mit Handwerkern bei deren Angeboten...
Im Gegensatz zur privat organisierten Baugemeinschaft, die vom Engagement und der zeitlichen Kapazität ihrer Mitglieder lebt, steht die betreute Baugemeinschaft.
• Die betreute Baugemeinschaft
Organisation, Abwicklung und Betreuung des gesamten Projektes wird gegen Entgelt von einem professionellen Betreuer übernommen. Häufig sichert er bereits eine Option auf ein bestehendes Grundstück. Erst nach der Entwurfsplanung und ersten Kostenermittlung durch einen Architekten werden Interessenten für das Projekt gesucht. Damit ist bereits eine erste, oft zeitraubende, Phase für Mitbauende erledigt. Trotzdem bleibt noch ausreichender Gestaltungsraum für die eigene Wohnung, bzw. für gemeinsam genutzte Räume im Haus. Obwohl der Baubetreuer, der schon durch seine Erfahrung häufig für eine kürzere Planungsphase und geringere Belastungen für die einzelnen Mitglieder sorgen kann, für seine Arbeit bezahlt wird, ist Bauen in der Baugemeinschaft immer noch günstiger als mit einem Bauträger.
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WELCHE Rechtsformen bestehen? |
a) Die Interessengemeinschaft
Es entsteht zunächst eine lose Interessengemeinschaft, in der die verschiedenen Erwartungen gesammelt und in die eine Projektkonzeption eingearbeitet werden. Danach werden weitere Mitbauende und ein geeignetes Baugrundstück (wenn nicht bereits vorhanden) gesucht.
b) Die Planungsgemeinschaft (GbR)
Ist das Grundstück gefunden, werden Architekt und Fachplaner beauftragt. Die Planungsgemeinschaft ist entstanden. Sobald die Mehrzahl der Mitbauenden gefunden ist, wird ein Bauantrag gestellt. Das Gebäude kann bis zur Werkplanung geplant werden.
c) Die Baugemeinschaft (GbR)
Sind alle Einheiten vergeben, wird das Grundstück gekauft. Beim Notar wird ein Teilungsvertrag beurkundet. Die Baugemeinschaft vergibt Aufträge an Handwerker und errichtet das Gebäude. Einzelheiten, die während des Baus geklärt werden müssen, werden festgelegt. Regelmäßige Kostenkontrollen werden vom Architekten begleitend erstellt.
d) Die Eigentümergemeinschaft
Beim Einzug in das neue Haus (oder den sanierten Altbau) wandelt sich die ehemalige Baugemeinschaft in eine Eigentümergemeinschaft (nach dem Wohnungseigentümergesetz). Dann werden Inhalte der Hausordnung festgelegt, eine Hausverwaltung wird gewählt.
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